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Abstammungsurkunde



Seit dem 1. Januar 2009 gilt die Abstammungsurkunde als abgeschafft. Daraufhin ging ein riesiger Aufschrei durch die Welt der Adoptierten. Alles und Jeder kämpft nun für den Erhalt der Abstammungsurkunde. Dieser "Hype" ist jedoch seit der Reform des Personenstandsgesetzes völlig unbegründet!

Die meisten Adoptierten glaubten, dass mit der Abschaffung der Abstammungsurkunde jegliche Möglichkeit versiegen würde über die eigene Adoption jemals Kenntnis zu erlangen. Dem ist nicht so! Ganz im Gegenteil, Adoptierten werden seit 1. Januar 2009 völlig neue und äußerst interessante Informationen offenbart!

An Stelle der Abstammungsurkunde wird nun eine beglaubigte Abschrift (Kopie) des Geburtenregisterblattes ausgestellt. Bei Eheschließungen wird von den Standesämtern seit dem 1. Januar 2009 diese beglaubigte Abschrift verlangt. Deshalb werden Adoptierte weiterhin spätestens bei Eheschließung von ihrer Adoption erfahren. Auf der beglaubigten Abschrift sind die wichtigsten Folgebeurkundungen enthalten. Das heißt, wenn es zu einer Adoption gekommen ist, so sind diese Informationen als Randbemerkung ersichtlich und nicht wie bisher auf der Abstammungsurkunde als lapidarer Hinweis auf dem Dokument erwähnt. In einem Fall, welcher adoptionskreis.de vorliegt, geht aus den Randbemerkungen sogar das Standesamt des Geburtsortes der leiblichen Mutter sowie deren Geburtenregisternummer hervor. Auch sind dort weitere Informationen enthalten.

Adoptierten, welche "nur" eine Abstammungurkunde von vor dem 1. Januar 2009 in den Händen halten, wird an dieser Stelle empfohlen sich eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister zu besorgen. Diese ist aussagekräftiger als die althergebrachte Abstammungsurkunde. Besser ist jedoch, man sucht das Standesamt seines Geburtsortes auf und fordert dort Einsichtnahme in das eigene Geburtenregisterblatt. Auf dem Originaleintrag existieren in der Regel (im Adoptionsfalle) noch weiterführende Angaben, welche auf der beglaubigten Abschrift nicht erkennbar sind.

Fazit:
Jede Träne, die der Abstammungsurkunde hinterher geweint wird, ist absolut vergeudet.